Inflabluntahz
4 Minuten (Teil 2)
[Intro]
Story continues (story continues)

[Part I]
Er war erst fünfundzwanzig, so stand es in all'n Zeitung'n
Ein junger Mann am Geländer laut Augenzeugenbeschreibung'n
Sie fanden ihn wenig später, stark unterkühlt, fast tot
Und nich' mehr zu retten, als die Küstenwache ihn aus'm Flussbett zog
Und wenig später dann kam dieser schwere Anruf
Vom Polizeipsychologen, der selber geschockt nach Halt sucht
Er spricht zur Mutter des Kindes von schlechter Nachricht
Und sagte: "Mein tiefstes Beileid, denn sowas ist wirklich tragisch"
In Panik stockt ihr der Atem, weil sie so schnell resigniert
Irgendwas wirklich Schlimmes ist mit ihr'm Jung'n passiert
Sie fand den Abschiedsbrief unter tränenden Augen
Und viel in Schmerzen zu Boden, gebrochen ihr tiefer Glauben
Die Tage danach waren hart und trotz Sonne für sie nur grau
Sie schloss die Tür ihres Sohnes und langsam legte sich Staub auf seine Fotos
Sie las den Brief hunderte Male und sucht den Fehler bei sich in den nächsten Stunden und Tagen
"Ich hätt' es ahnen müssen", flüstert sie leise und faltet Hände
Sie betet und spricht zu ihm: "Verzeih mir dieses tragische Ende!
Du hättest reden könn'n, warum hast du es nich'?"
Und jedes Mal, wenn sie am Fluss entlanggeht, wird sie blass im Gesicht
"Du warst mein einziger Sohn und auch Vater war stolz auf dich
Dass du mit uns nich' reden konntest
Glaub mir, sowas wollt' ich nich', das wusst ich nich'
Doch es hätte Lösung'n gegeben
Ganz egal, was dich bedrückt hat, auch bei den größten Problem'n
Du warst noch jung
Du hattest dein ganzes Leben vor dir und jetzt lässt du Lücken in Herzen und all die Leere in mir
Ich vermisse dich jeden Augenblick und jede Sekunde
Ich kann nich' schlafen, habe das Gefühl, ich seh' dich im Dunkeln
Seh' dich nachts, seh' dich tagsüber in anderen Menschen
Hör' deine Stimme im Wind, erkenne dein'n Schatten an Wänden"
Die Mutter schweigt, denn keins der Gebete lindert die Narben
Sie suchte Trost in der Familie und so vergingen die Tage (vergingen die Tage)

[Part II]
Bei der Beerdigung fiel Regen auf den Sarg
Und alle schwiegen von Trauer gezeichnet, als der Priester sprach:
"Herr, nimm diesen Jung'n zu dir, Gott hab ihn selig
Denn gegang'n is' er zu früh und gelebt hat er viel zu wenig
Mögen die Engel ihm Frieden schenken, die er auf Erden nicht fand"
Er legte Blumen auf sein Grab, seine Freunde zündeten Kerz'n an
In diesem ruhig'n Augenblick legt sich der Regen
Ein kleiner Strahl von der Sonne trifft seine Mutter, die betet
"Mum, mach dir keine Sorgen", hört sie 'ne Stimme
Wie von Engeln zu ihr gesandt, der leise Ton ihres Kindes (nur ein Flüstern)
Doch grade laut genug, um zu verstehen
"Irgendwann, eines Tages, versprech' ich, werden wir uns wiedersehen"
Und auch wenn seine Ma an sowas nicht glaubte, schien es ihr so real, dass sie in seine Worte vertraute
Sie könnte schwören, er war da, sie fühlte es wahrlich
Wie 'ne warme Berührung schließt sie ihn in'n Arm, aber sagt nichts
Sie weinte Tränen und hatt' zig tausend Gefühle
Hatte sich so danach gesehnt, ihn nur noch einmal zu fühl'n
Sie flüstert: "Wir werd'n uns wiederseh'n, du weißt ich liebe dich
Sei sicher, dass du bei mir bist und ich dich nie vergess'"
"Ach Mum, es tut mir alles leid und bitte verzeih mir
Ich liebe dich doch genauso und du weißt, ich bin bei dir"
Sie schließt die Augenlider, erfüllt von Trauer
Der eisige Wind ließ sie bei dem Anblick zum Grab erschaudern
Der Priester sprach Gebete und schloss die Bibel
Er ließt 'ne Lücke in dieser Welt, eine von viel'n
Der Priester sprach Gebete und schloss die Bibel
Nicht mehr als einer von viel'n (einer von viel'n)

[Outro]
Bloß einer von viel'n (einer von viel'n)