Cr7z
Traumfänger
[Songtext zu „Traumfänger“]

[Part 1: TomTom]
Ich möchte meine Augen schließen
Blicke durch die Lider auf die Welt und lerne sie erst so zu lieben
Unter all den attraktiven Schatten, die sich an die Wände schmiegen
Ist doch keiner unter ihn'n, der noch 'nen zweiten Blick verdient
Und somit flieh'n Momentaufnahmen auf ihren Knien vor verschiedеnen Perspektivеn
Bis Beständigkeit einkehrt in die Welt, in der sie leben
Fantasien im Abendkleid der Alchemie
So viel schöne Scheiße sahen meine Augen vorher nie
Wer entfernt den Parasit, der meine Retina lahmlegt?
Das letzte Streichholz ist zerbrochen, das meine Augenlider trägt
Den Traum, den ich leb', nennt sich Realität
Wo selbst ein Blinder erkennt, wie es gerade um sie steht
Heute bloß drüber [?], indem die Sonne aufgeht
Der Kompass gefaked, die Nadel weiß plus den falschen Weg
Ich vertrau' nur auf das, was zwischen meinen Zeil'n steht
Und wenn ich Wut entfalte, pumpen Algorithmen limbisch aus meinem Brunnen auf die A-Seite
Wellen türmen sich auf, brechen die Bahnbreite
Eure Segel reißen weiter auf, auch wenn ich in Pfad schreite
Apokalyptisch angreife, Werke einreiße
Keine Mauer dieser Welt hält mein Kopf leise
Doch ich besinne mich, wenn die Stimme aus meinem Inner'n bricht
Lass' Blockaden bersten, denn sie behindern mich
Doch sie verhindern nicht, dass ich es schaffe
Illusion wird zur Waffe und Hip Hop bleibt im Fokus dieser Sache
[Part 2: Neno]
Ich hab' die Nacht genutzt, der Morgen ist mein Feind
Hör' im Schlaf fremde Beats und ungeschriebene Rhymes, all die
Wirklichkeit verschwindet täglich in mei'm Kissen
Ich merk' erst in mein'n Träum'n, wie's sich anfühlt, nichts zu missen, doch
Wann hab' ich das letzte Mal denn tief geschlafen?
Ständig flattern die Nerven, komm' nicht zur Ruhe und stehe gerade
Hab' immer schlaf in den Augen, die Leute sagen: „Mach Pause“
Doch wenn ich mal zur Ruhe komm', bin ich Beats am schrauben
Ganz genauso sieht das aus – Augenlider auf
Kann nicht mehr als sieben Stunden schlafen, auch wenn ich berauscht bin
Und auch wenn ich öfters mal ausgelaugt und faul bin
Kann ich immer noch den Zauber aus mir rausbringen, auswringen
Lasse Federn, entblöße mich in den Texten
Auch wenn ich unter Schlafmangel leide, kann ich euch wecken
Ich werd' die Durststrecken durchrappen
Brauch' nicht durchpenn'n zum durchdreh'n, Furcht nehm'n und ruhig leben
Unter uns gesagt: Das, was ihr macht, ist Spaß für uns
Ich kalibriere den Pegel und lebe heute Straßenkunst
Ich fall' in Ungnade, lass' heute fünf Grade, mein Herz pumpt grad fünf Bar in die Adern
Tagträumer mit dem Hang zur Selbstzerstörung
Selbstverwirklichung ohne nötige Ordnung
Ich nutz' mein'n Vorsprung zur Forschung
Fortschritt, der vorkommt
Von Witten nach Dortmund – immortal
[Part 3: Cr7z]
Wenn ich Texte schreib mit rapid eye
Dann weiß ich trotz der Güterzug-Optik genau wohin der Vektor zeigt, presch vorbei
An Rappern
Fetz wie Jets, renn auf hetz, strecke, hetz nieder
Im sechsten Kreis, denn ihre Göttlichkeit ist Ketzerei
Der Schein trügt, ihre Blockschrift ist gefängnisgleich –
Übles Gsocks, das auch selbiges ereilt
Scheiß auf die Prüfung vor Gott, hier steht ein Mensch am Mic
Wenn’s über mir tropft und donnert dann spür ich im Kopf den Kern der Zeit
Auf dem Blatt wird er zersprengt, ich schein wie Licht in den düstersten Grotten
Meine Werke sind der Beweis, dass auch die bockigsten typen übel zerbombt werden
Komplexe Gedankenschächte kataklystisch (kataklysmisch?) genommen werden
Wer am Mic hebt die erdachten Schranken auf wie Träume, verstehste?
Ich bewege mich herrlich frei in den Häusern der Seele
Während Chris schläft ist er auf Wolke sieben voll zufrieden, liegt in einem Gemälde aus Erythro- , Thrombo- und Leukozyten
Verschließ die Hände zu Fäusten, beim nächsten Abendgrauen kann ich Bände erzeugen
Die wie Apnoe den Atem rauben
Feinste Kräuter beräuchern meine Zelle, die Texte die ich hier erstelle stellen mir die Haare im Nacken auf
Das sample auf endlos, catch den letzten Traum
Komplett drauf – als würd ich Kaugummi rauchen und Zigaretten kauen
Ab und zu brech ich aus, kehre mit verheerender Verwüstung zurück, gerate (???)

IV. Verse – Terence Chill

Meine Worte liegen wie Nebel übern Beat, du kannst nicht sehen was geschieht und schleichst auf Zehen in den krieg
Denn die meisten Rapper reden nur von beef und ihr Leben wär so mies, (…….) ihr seid weak
Der kleine Unterschied ist für mich das Grundprinzip – Paranoia
Ich fang Feuer wenn der Funke fliegt
Und dein Kumpel flieht, ich bin unbeliebt doch unbesiegt
Doch das hier geht noch tiefer als es runterzieht
Zeitzeuge, ohne Zeit eisen (?)
Aber Tickets zum zeitreisen, einsteigen
Geistreich, Geist reif zum einweisen
Denn ich steck in musikalischen Zeitschleifen
Mic greifen, am Mic reifen
Zum reinbeißen, wie Holyfield für Mike Tyson
Lasst mich einheizen, ich setz Hitze frei wie beim schweißen
Wenn sie mich einkreisen ich verteil mit Zeilen Veilchen
Ihr wartet immer noch auf irgendein Zeichen
Das ist Hip Hop und ihr seid am byten
Deshalb gibt’s mich, noch könnt ihr mich vergleichen
Mit dem Rest der Pest können wir drüber streiten
Red nicht, dein Rap dreht nicht die erde
Du verstehst mich wenn ich’s ein wenig erkläre…
Du bist nicht leistungsstark, denn die Sterne –
Sind nicht zum greifen nah sondern in der Ferne